Absolutely fabulous!

London Eye, Big Ben, Westminster Abbey, Downing Street 10, Horse Guards, Buckingham Palace – das sind nur ein paar Sehenswürdigkeiten, an denen ich bei einem Spaziergang an meinem ersten Sonntagmorgen in London vorbeikam.

Eigentlich wollte ich nur die Strecke auskundschaften, die ich ab heute und für fünf Tage jeden Morgen zu meiner Sprachschule zurücklegen musste. Mit dem Bus von South Hackney nach Fitzrovia. Etwas südlich vom Regent’s Park und direkt um die Ecke des British Museums.  Als ich nach 45 Minuten vor der Schule stand, war es aber gerade mal Mittag.
Ich hatte mir den Stadtplan den Abend vorher eingeprägt, und wusste daher, dass ich gar nicht weit von der Themse entfernt war. Also dreht ich mich auf der Hacke um und marschierte Pi-mal-Daumen durch Covent Garden Richtung Themse.

Ich kam an zahlreichen Pubs vorbei, fotografierte tolle Architektur, kam am Royal Opera House vorbei und stand wenige Minuten später auf der Waterloo Bridge. Und war wie geflasht – ich sah das London Eye, das National Theatre, das House of Parliament und Big Ben. Und überschlug kurz, dass diese Sehenswürdigkeiten nur ein paar Minuten von einander entfernt waren und ich entschied mich, den „Inner circle of London“ zu erwandern.

Das London Eye ist eine wirklich beeindruckende Konstruktion. Eigentlich leide ich an Höhenangsst, aber das Spektakel konnte ich mir nicht entgehen lassen.  Langsam stieg meine Gondel hinauf und ich hatte eine grandiosen Ausblick über die Stadt. Für mich zur weiteren Orientierung enorm wichtig. Ich konnte den Buckingham Palace und den Paradeplatz der Royal Horse Guards sehen – mein neues Ziel.

Als ich Weiter gings entlang der Southbanks Richtung Westminster Bridge weiter zum House of Parliament, vorbei an dem berühmten Glockenturm von Big Ben zur Westminster Abbey. Der Besucheransturm war groß, war ja schließlich Sonntag und ich entschied, dass ich noch genügend Zeit hätte die Abbey an einem anderen Tag von drinnen zu sehen.

Also drehte ich Richtung St. James Park ab und kam an der Downing Street und den Royal Horse Guards vorbei.

Royal Horse Guard

Als ich durch deren Torbogen auf den Paradeplatz trat, sah ich den St. James Park und dahinter den Buckingham Palace.

Ich fand es war Zeit für eine Pause. Ich war ja schon knappe zwei Stunden unterwegs. Es war soviel zu entdecken und zu fotografieren – da merkt man gar nicht die Strecke, die man zurüchgelegt hat.

Ich fand ein ruhiges Plätzen im St.James Park, um meinen Doggy-Back zu plündern – neidisch beoabchtet von Mandarin-Ducks, Grauhörnchen und Kanada-Gänsen. Ich hatte das Gefühl, ich wäre aus der Realität gefallen. Als wäre ich dem weißen Kaninchen gefolgt und säße jetzt an einem verwunschenen Ort – dabei saß ich mittendrin, im geschäftigen London.

St. James Park

Allerdings konnte ich nicht lange stillsitzen – ich musste ja noch soviel mehr entdecken. Es zog mich weiter Richtung Buckingham Palace durch den Green Park, vorbei am „The Ritz“ in Richtung Soho.

Allerdings wusste ich das zu dem Zeitpunkt gar nicht. Ich ließ mich treiben, schaute an Kreuzungen nach links und nach rechts und entschied ganz spontan, wolang ich gehen wollte. Und so landete ich auf einem quadratischen Platz mit einem „Taubenhäuschen“ drauf – dem Soho Square. Es stellte sich heraus, dass das „Taubenhäuschen“ eigentlich ein Kiosk und der Square der beliebteste Ort für die Mittagspause der Soho-bians war. Es war kaum noch ein Platz frei. Kein Wunder – die Sonne strahlte und jeder genoß seinen Mittagslunch in gemütlicher Runde.

Ich beschloß eine Weile zu bleiben und beobachtete eine halbe Stunde später ein besonderes Schauspiel: alle erhoben sich fast zeitgleich und verschwanden in alle Himmelsrichtung, bis ich am Ende fast die Einzige auf dem Platz war. Irre!

…to be continued.

 

4.371 Gedanken zu „Absolutely fabulous!